Welchen Gewinn haben Sie als Mentor?
die Möglichkeit, Verantwortung für einen jungen Menschen zu übernehmen
- eine persönliche Bereicherung durch neue soziale Kontakte zu einem Kind und
dessen Familie
- Einblick in die Kultur türkischer Einwanderer in Hamburg und die
Herausforderung einer interkulturellen Begegnung im privaten Rahmen
eine Schulung zur Vorbereitung, beratende Begleitung bei Ihrer Tätigkeit als Mentor
sowie regelmäßigen Austausch mit anderen Mentoren.
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- positive Impulse für Persönlichkeitsentwicklung, Bildungsinteresse, Schulerfolg,
allgemeines Wohlbefinden, Sozialverhalten
- Stärkung sozialer Kompetenzen (z.B. Empathiefähigkeit, Fähigkeit, Konflikte
friedlich zu lösen, Kommunikationsfähigkeit)
- Stärkung einer positiven Identität (stabiles Selbstbewusstsein; Zutrauen in die
Fähigkeit zur Gestaltung der persönlichen Zukunft)
- positive Begegnung mit der deutschen Sprache; Entwicklung von Freude und
Kompetenz im Umgang mit Sprache und Büchern
- Unterstützung bei der Entdeckung eigener Stärken
- stärkere Identifikation mit der Stadt Hamburg / „Verwurzelung“
- Erweiterung der persönlichen Netzwerke (über den „Tellerrand“ der Türkischen
Gemeinschaft hinaus)
- Unterstützung bei der Schulwahl / der Planung des Bildungsweges
- besseren Zugang zu Angeboten in der Stadt
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- genügend Zeit und Lust für ein ehrenamtliches Engagement für mindestens ein Jahr
(ab Anfang Oktober 2008)
- Muttersprache Deutsch oder sehr gute Deutschkenntnisse
- Interesse und Freude am Umgang mit Kindern und die Bereitschaft, sich auf die
Bedürfnisse und Eigenarten Ihres Mentees und seiner Familie einzustellen
- eine gute „Prise“ Lebenserfahrung, hohe Verbindlichkeit, Selbstsicherheit, Empathie-
und Konfliktfähigkeit sowie Spaß daran, die Initiative zu ergreifen
- einen räumlichen Bezug zu Altona Altstadt (d.h. Wohn- oder Arbeitsort in Altona
Altstadt und Umgebung – von Eimsbüttel über St. Pauli, Ottensen und Bahrenfeld bis
nach Othmarschen)
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Sie werden Mentor für ein 5-12jähriges Kind mit türkischem Hintergrund sein. Mentor und
Mentee sollen sich möglichst ein- bis zweimal pro Woche für ca. 1-2 Stunden treffen.
Auch über die Treffen hinaus sollten Sie für ihren Mentee und die Familie (per Telefon)
ansprechbar sein. Die Zeiten vereinbaren Sie individuell mit der Familie des Mentees.
Im Hinblick auf die Grundhaltung des Mentors soll das Bestreben nach dem Aufbau einer
persönlichen Beziehung im Mittelpunkt stehen. Er soll bei den Stärken und Interessen
seines Mentees ansetzen statt bei Problemen und Defiziten, damit beide Seiten nicht die
Motivation und den Spaß an den Treffen verlieren. Als Mentor sollten Sie darauf achten,
dass es eine gute Mischung gibt zwischen Aktivitäten, die den Beziehungsaufbau und
das gemeinsame Spaßhaben fördern, und Aktivitäten, die gezielte Bildungsimpulse
setzen. In jedem Fall ist es wichtig, dass viel Raum für Gespräche und das langsame
Wachsen einer freundschaftlichen Beziehung bleibt. Auch wenn der Mentor
„Vorbildcharakter“ für seinen Mentee hat, muss er gleichzeitig eine große
Lernbereitschaft mitbringen und Offenheit für ihm fremde Verhaltensweisen. Eine
paternalistisch-missionarische Grundhaltung gegenüber der Familie des Mentees sollte
in jedem Fall vermieden werden. Gerade bei den ganz jungen Mentees ist es sehr
wichtig, dass Sie als auch eine gute Beziehung zu den Eltern seines Mentees aufbaut
und hier gezielt Vertrauen stiftet. Deshalb sind gerade am Anfang der Mentorenschaft
gemeinsame Aktivitäten und eine Einladung der Eltern ins Zuhause des Mentors
entscheidende Gesten.
Die Liste an möglichen gemeinsamen Freizeitaktivitäten ist potenziell unendlich und
letztlich der Kreativität von Mentor und Mentee überlassen. Dabei wird der Mentor am
Anfang mehr steuern müssen und später immer mehr Raum dafür lassen können, dass
der Mentee bzw. die Familie die Initiative übernimmt und eigene Vorschläge einbringt.
Hier eine Auswahl möglicher Aktivitäten:
- Teilen des eigenen Hobbies (Sport, Fahrradfahren, Nähen, Drachen steigen
lassen, Gartenarbeit, Heimwerkern oder Imkern, Basteln, Malen, Musizieren etc.)
- Kulturelle Aktivitäten in Hamburg (Theater, Museum, Veranstaltungen, Ausflüge,
Besuch in der Bücherei)
- Gemeinsame Unternehmungen mit Mentee, eigenen Kindern + deren
Geschwistern oder Familien
- Bei Bedarf: Hilfe bei Hausaufgaben oder Vorbereitung auf Tests
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Die Zuordnung von Mentoren und Mentees erfolgt nach festgelegten Kriterien.
Ausschlaggebend sind:
- Ortsnähe bzw. gute Erreichbarkeit
- Ähnliche Interessen / Hobbies
- Präferenzen der Eltern im Hinblick auf Geschlecht
- Spezifische „Wünsche“ der Eltern + Mentoren
- Sympathie
Wenn eine erste Verteilung vorgenommen wurde, werden Mentor und Mentee schriftlich
über ihren ausgewählten Tandem- Partner informiert; sie erhalten dabei einen kurzen
Steckbrief. Im nächsten Schritt wird ein Treffen zum Kennenlernen vereinbart, an dem
Mentor, Mentee und Eltern teilnehmen. Dieses Treffen wird von Projektmitarbeitern
persönlich begleitet.
Im Anschluss daran treffen beide Seiten eine Vorentscheidung, ob sie sich eine
Zusammenarbeit vorstellen können. Wenn die Entscheidung auf beiden Seiten positiv
ist, startet das Mentoring. Zunächst wird eine Probephase von bis zu vier Wochen
vereinbart. Diese gibt Raum, sich näher kennen zu lernen. Danach fällt dann die
endgültige Entscheidung von beiden Seiten.
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Zur Vorbereitung ihrer Mentorentätigkeit finden zwei eintägige Veranstaltungen à 5-6
Stunden im Abstand von einem Monat statt: Die Mentorenschulung. Hier werden Sie mit
praktischen Hinweisen und theoretischem Hintergrundwissen, z.B. über den Islam,
ausgestattet. Während der Mentorentätigkeit erhalten Sie eine ständige Begleitung,
Supervision und Weiterbildung. Jedes Tandem soll einen festen Ansprechpartner
bekommen, bei dem Mentor, Mentee und Eltern sich jederzeit bei Fragen und Problemen
melden können: dem Supervisor. Dieser begleitet bereits das Kennenlernen von Mentor
und Mentee und hält aktiv und regelmäßig Kontakt zu ihnen (in der Regel per Telefon).
Außerdem werden informelle Treffen organisiert, damit sich die Mentoren untereinander
über ihre Erfahrungen austauschen können. Diese regelmäßigen Treffen werden auch
dazu genutzt, eine begleitende Fortbildung der Mentoren zu ermöglichen.
Die Supervisoren werden unterstützt durch einen im Hinblick auf kulturelle Fragen
kompetenten Ansprechpartner: den „Kulturmittler“. Dieser ist hauptamtlich tätig und wird
nur bei Bedarf herangezogen, z.B.
- wenn die Eltern des Mentées nur wenig Deutsch sprechen
- wenn der Mentor unsicher ist bzw. konkrete Fragen hat, bei denen der kulturelle
Hintergrund der Familie eine Rolle spielt
- wenn es zu akuten Konflikten zwischen den Eltern des Mentées und dem Mentor
kommt.
Näheres dazu erfahren Sie bei unserer Infoveranstaltung.
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Wenn Sie an einer Mentorschaft interessiert sind, laden wir Sie sehr gerne zu unserer
Infoveranstaltung ein.
Bei der Veranstaltung erhalten Sie auch die Bewerbungsunterlagen. Im Anschluss an ein
persönliches Gespräch erfolgt dann die Einladung zur Mentorenschulung.
Da Sie als Mentor eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen – immerhin wird
Ihnen ein sehr junges Kind anvertraut – soll dieser differenzierte Bewerbungsprozess
auch etwaige Bedenken der Eltern der Mentees abwenden. Daher bitten wir Sie dafür
um Verständnis.
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